Pfannen – Edelstahl oder Aluminium?

Wenn Sie vor dem Kauf einer neuen Bratpfanne stehen, werden Sie zunächst vor der Frage stehen ob es denn eine Aluminium oder Edelstahlpfanne sein soll. Beide Modelle haben Ihre Vor- und Nachteile, doch eines ist sicher: Das verarbeitete Material bringt seine ganz eigenen Eigenschaften mit. Lesen Sie im folgenden, wie sich Aluminium Pfannen von Edelstahlpfannen unterscheiden und ob sich aus diesem Vergleich eine direkte Empfehlung ableiten lässt.

Aluminiumpfanne oder doch eine aus Edelstahl?

Die Hersteller von Edelstahlpfannen geben als Material meistens 18 / 10 Edelstahl an. Das heisst, das dem Stahl ein Zusatz von 18% Chrom und 10% Nickel beigefügt wird. Hierdurch entsteht nicht nur die bekannte glänzende Optik, sondern lässt dieses Metall die Pfannen rostfrei, korrosionsbeständig und lebensmittelecht werden. Pfannen aus Edelstahl, gleich ob beschichtet oder rein, haben im Gegensatz zum Vertreter aus Aluminium eine eher schlechte Wärmeleitfähigkeit. Rund 15 mal länger dauert die Wärmeleitung durch einen Edelstahlträger, wie etwa den Boden und Korpus einer Pfanne, im Gegensatz zu Aluminium. Während die Wärmeleitung also deutlich schlechter ausfällt, ist es die Wärmespeicherung und Verteilung, welche eine Edelstahlpfanne besonders ökonomisch macht. Es ist die rund 3 mal höhere Dichte des Edelstahls, welche ihn zu einem hervorragenden Wärmespeicher macht, der sich „dank“ der schlechten Wärmeleitfähigkeit auch langsamer enthitzt.

Ganz im Gegensatz stehen Aluminiumpfannen. Pfannen aus Aluminium sind wie bereits erwähnt rund 15 mal wärmeleitfähiger als die aus Edelstahl, verzichten auf großartige Wärmespeicherung in den meisten Fällen. In der Praxis wird häufig ein extra dicker Boden verbaut, um die Wärmeverteilung zu verbessern. Die Materialdicke hat dabei keinen Einfluss auf den Wert der schnellen Wärmeleitung, welcher ausschließlich vom Material abhängig ist.

Beide Materiale finden Einsatz – Die Frage ist wann

In der Entwicklung von Pfannen wird darauf geachtet, dass das Anwendungsgebiet einer Pfanne auch durch seine Beschaffenheit begünstigt wird. So finden sich unter den Grillpfannen nahezu ausschließlich Pfannen aus Aluminium(guss), da sie auf Kurzgebratenes ausgerichtet sind. Im Falle einer Schmorpfanne sind allerdings die Eigenschaften von Edelstahl zu bevorzugen. Diese werden gern auch mit einem Boden eines schnelleren Wärmeleiters verbessert. Aus Kupfer gefertigte oder Mehrschichtböden finden hier Einsatz.

Letztlich muss also bedacht werden, wie die Pfanne in den eigenen vier Wänden genutzt wird. Sollten eher schnelle Gerichte gezaubert werden, so ist man mit einer günstigen Aluminiumpfanne gut bedient. Allen voran ist jedoch die Wertigkeit der Beschichtung das größte K.O.-Kriterium für eine Bratpfanne. Im nächsten Artikel finden wir heraus worauf Beschichtungen von Pfannen aufbauen und worauf geachtet werden muss.